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Kleidung aus Wolle und Wolle-Seide - nachhaltig und einfach Leben mit Kindern

Kinderkleidung aus Wolle

(Dieser Beitrag enthält unbezahlte Werbung)

Unser Weg zu einem reduziertem Kleiderschrank...

Ihr Lieben, lange habe ich hin und her überlegt, ob auf einen Blog einer Hochzeitsfotografin so etwas überhaupt hingehört. Ein Artikel über unseren Familienalltag, unsere Erfahrung als Vierfacheltern usw. Aber wo kann ich meine Erfahrungen besser teilen als hier? Und wenn ich immer wieder den Leuten um mich herum das gleiche erzähle, kann ich doch besser einen Artikel schreiben und direkt die konkreten Quellen zur Verfügung stellen. Und da eine liebe und talentierte Bloggerkollegin mich gerade um Rat fragte, nutzte ich das als Anstoß, gleich einen Artikel darüber zu schreiben.

 

Genauso hatten wir hin und her überlegt, ob wir wirklich sehr viel Geld dafür ausgeben wollen, uns in Wolle und Wolle-Seide zu hüllen. Wir hatten zumindest bereits viel Gutes über Kleidung aus Wolle und Seide gehört und gelesen. Bei unserem dritten Kind haben wir zumindest schon Windelhosen aus Wolle genutzt, die man immer nur alle paar Wochen waschen musste und die trotzdem hygienisch waren. Sehr lange überlegten wir deswegen, ob sich die Investition auch in Kleidung aus dem Material lohnt. Aber da nun fast unsere gesamte Kleidung aufgetragen war - und zwar wirklich, wirklich aufgetragen, es ging nicht mehr nur um ein paar Löcher, sie löste sich förmlich überall auf - oder im Falle der Kinder zu klein, und wir an einem minimalistischen Haushalt arbeiteten, versuchten wir es. Und was soll ich sagen? Wir sind mehr als begeistert! Wir fragen uns wirklich, warum wir jemals etwas anderes getragen haben. Und immer im Winter gefroren haben. 

 

Denn: Seitdem wir umgestellt haben ist mein Wäscheberg auf ein Minimum geschrumpft. Regelmäßig wasche ich hier durch unsere Stoffwindeln eigentlich nur Kochwäsche. Helle und dunkle Wäsche muss ich nur noch ungefähr einmal alle ein bis zwei Wochen anwerfen. Und vorher musste ich ständig waschen!

 

Wir sind also echte Überzeugungstäter geworden. Veganer werde ich mit diesem Artikel wahrscheinlich nicht glücklich machen, aber für sie und alle anderen gibt es bald einen Artikel über die Vorzüge von Leinen und Hanf...

Warum Wolle und worauf man beim Kauf achten sollte...

 

Wolle ist nicht nur wärmend, sie ist von Natur aus antibakteriell und geruchsneutralisierend. Dafür im Besonderen verantwortlich ist das in der Wolle enthaltene Lanolin, das Wollfett (eigentlich ein Wachs), das die Fasern umgibt. Kosmetisch spielt gereinigtes Lanolin auch eine Rolle, wir verwenden es zum Beispiel im Winter bei wunden, trockenen Stellen auf der Haut im Gesicht oder an den Händen. Die eine oder andere kennt Lanolin vielleicht von der Stillzeit für wunde Brustwarzen.

 

Außerdem ist Wolle nicht nur einfach wärmend, das kann ja ein Polyester-Fleecepulli auch, sie ist temperaturausgleichend (man überhitzt nicht) und wärmt auch im feuchten Zustand noch gut, wenn man zB geschwitzt hat und danach an die kalte, frische Luft geht. Außerdem kann Wolle viel Feuchtigkeit aufnehmen und den Körper damit trockener halten, ohne die Haut auszutrocknen. Natürlich kann man in Wolle auch zu warm angezogen sein, wie so oft empfiehlt sich hier das Zwiebelprinzip.

 

Die Kombination aus Wolle und Seide ist nochmal deutlich feiner und weicher als reine Merinowolle und hat eine glatte Oberfläche. Auch wenn die Shirts daraus sehr dünn wirken, wärmen sie dennoch gut, sind allerdings auch ein wenig empfindlicher, finde ich. Dafür können sie auch an warmen Tagen getragen werden und haben einen großartigen Lichtschutzfaktor.

 

Es gibt auch Mischungen mit Wolle-Baumwolle. Sofern man auf die Vorteile von Wolle zurückgreifen möchte, insbesondere, dass man die Kleidung nicht so oft waschen muss, sollte der Anteil der Wolle mindestens 75% betragen. Ansonsten ist es nur ein besser wärmendes Baumwolle-Kleidungsstück, das aber trotzdem Gerüche und Schmutz annimmt und oft gewaschen werden muss.

 

Wichtig ist, beim Kauf von Kleidung aus Wolle und Wolle-Seide darauf zu achten, dass es sich um eine gute Tierhaltung (Stichwort Mulesing und die herkömmliche Art der Seidegewinnung) und eine unbedenkliche Färbung der Rohstoffe handelt. Bei Bio-Zertifizierung, zB mit GOTS, ist beides gewährleistet. Zudem sollten die Fasern nicht chemisch ausgerüstet sein, was zum Beispiel daran erkennbar wäre, dass sie als "Superwash" o.Ä. bezeichnet wird und statt Handwäsche ein normaler Waschgang in der Waschmaschine möglich ist. Warum? Weil die Fasern mit Chlor behandelt und von einer Schicht Kunstharz ummantelt werden, was sie robuster machen und ein verfilzen erschweren soll. Dabei gehen jedoch die meisten der oben genannten Eigenschaften von Wolle verloren, und auch ein Nachfetten nach der Wäsche mit Lanolin (siehe unten) funktioniert nicht. Mal abgesehen von der übrigen Bedenklichkeit dieses Verfahrens. 

 

Außerdem gibt es unterschiedliche Stoffe aus Wolle. Es gibt Fleece, Strick, Walk, Tuchloden, um nur einige zu nennen. Sie sind in ihrer Dichte unterschiedlich, trocknen unterschiedlich schnell, sind unterschiedlich weich, etc. Bevor man etwas kauft, sollte man daher erst genau über den Zweck der Kleidung nachdenken, bevor man sich der Fülle an Angeboten aussetzt.

Fleece ist schön flauschig und weich, aber nicht so dick und auch nicht so wetterfest, finde ich. Dichter und schwerer ist da der Walk, der sich dafür aber auch schneller vollsaugt mit Wasser, wenn es mal regnet, ist aber zum Beispiel super für Babyoveralls und einfache Herbst- und Winterjacken. Mein momentaner Favorit ist Tuchloden, der unglaublich dicht ist gegen Wind und Regen, trotzdem beim Tragen sehr anschmiegsam wird und der fast jedem Schmutz trotzt. Sogar zermatschte Bananen gehen mit Bürsten wieder raus, nachdem man das Ganze hat trocknen lassen! Wie sinnvoll es ist, hungrigen Kindern im Lastenfahrrad Bananen zu essen zu geben, soll jetzt nicht Thema sein... Jacken aus echtem Tuchloden findet man aber leider nicht so häufig. Bzw. gar nicht. Deswegen haben wir selber genäht. Stricksachen aus Wolle kennt jeder, Wollfrottee ist sehr warm für Schlafanzüge, Schlafsäcke, etc.

 

Um mal ein konkretes Beispiel zu nennen: Wir haben als unterste Schicht je nach Vorliebe und Alter ein Langarmshirt aus Jersey aus Wolle oder Wolle-Seide, darüber dann einen fein gestrickten Pullover, darüber eine Jacke oder einen Overall aus Tuchloden, Fleece oder Walk (unser Favorit ist Tuchloden). Dazu dann noch jeder gestrickte Mütze, Schal und Handschuhe. Die Mädels und ich tragen dann noch gerne eine Wolle-Leggings/Wolle-Strumpfhose und einen Rock aus feinem Tuchloden oder ähnlichem. Bei Socken gibt es sehr unterschiedliche Qualitäten, wegen der Formstabilität greifen wir gerade auf solche mit Kunstfaseranteil zurück, weil sie sonst zu schnell kaputt gehen. Alles andere sind reine Naturfasern.

Kinderkleidung aus Wolle

Die Pflege der Kleidung aus Wolle und Wolle-Seide...

Am besten erst einmal nicht oft waschen. Zumindest nicht so häufig. Stattdessen auslüften, zB über Nacht auf dem Balkon, im feuchten Badezimmer, etc. Das Lanolin neutralisiert Gerüche ungemein, Rauch, Schweiß, sogar Urin! Dabei braucht sich das Lanolin nach und nach auf. Wenn das Teil also auch nach dem Lüften noch unangenehm riecht, darf es gerne in die Wäsche und danach in ein Lanolinbad. Aber zuerst immer Flecken und Pilling entfernen.

 

Flecken lassen sich, einmal getrocknet, meistens ausbürsten, zB mit der Wunderbürste. Oder mit einem feuchten Waschlappen vorsichtig ausreiben. Mit der Bürste sollte auch vor jeder Wäsche das Pilling, also die Wollknötchen, entfernt werden, damit sie noch gut auszubürsten sind, was nach erfolgter Wäsche schwieriger wird. Glaubt mir, die Kleidung sieht gleich aus wie neu! Stillstuhl, zB auf Windelüberhosen aus Wolle, lässt sich ganz gut mit Bio-Gallseife entfernen.

 

Wolle sollte am besten kalt und von Hand bzw. im Wollprogramm der Waschmaschine gewaschen werden mit einem milden Wollwaschmittel, ohne Parfüme und ganz besonders ohne Weichmacher (kein Perwoll oder ähnliches!). Wir benutzen gerade noch das Sensitiv-Wollwaschmittel von dm, wollen aber bald einmal selbst hergestelltes von smarticular probieren. Bei unsachgemäßer Wäsche könnte es sein, dass die Wolle verfilzt und schrumpft. 

 

 

Nach der Wäsche verpassen wir unserer Kleidung stets eine Lanolin-Kur: 

  • Dazu wird heißes Wasser (gerade eben noch für die Hand erträglich) in eine große Schüssel gegeben, zB in eine Emaille-Wanne. Dann in eine Tasse kochendes Wasser einfüllen, einen leicht gehäuften Teelöffel Lanolin und einen Spritzer duftneutrales Bio-Spülmittel geben und umrühren.
  • Die Menge Lanolin richtet sich nach der Menge an Kleidungsstücken, die man nachfetten will. Aber da man ohnehin nur ein paar Teile in die Waschmaschine geben sollte (zB zwei Pullover und zwei Windeln und Söckchen o.ä.), klappt die Menge eines Teelöffels für uns so ganz gut.
  • Das Lanolin sollte sich komplett auflösen, die Flüssigkeit sieht dann wirklich aus wie Milch. Probieren würde ich die Flüssigkeit nicht, deswegen auch bitte nicht in Kinderreichweite stehen lassen. Es sieht Milch zum Verwechseln ähnlich! Wenn sich noch ein Fettfilm auf der Oberfläche bildet, noch tröpfchenweise Spüli zugeben und unterrühren. Jetzt die Tasse in die Wanne mit heißem Wasser ausleeren, unterrühren und die Wollteile hineingeben. Vorsichtig unter Wasser bewegen, sodass alles wirklich bedeckt ist und dann stehen lassen, bis alles abgekühlt ist (ein paar Stunden).
  • Dann nochmal bei geringer Drehzahl in der Waschmaschine schleudern lassen, vorsichtig in Form ziehen und am besten liegend auf dem Wäscheständer trocknen lassen. Auf gar keinen Fall sollte man ein feuchtes Kleidungsstück über der Heizung trocknen, stellt lieber den Wäscheständer in einen warmen Raum. Direktes Sonnenlicht mag Wolle auch nicht so gern.

 

Wenn man den Dreh einmal raus hat, ist das alles wirklich in wenigen Arbeitsschritten erledigt, die dazu noch nicht einmal viel Zeit am Stück oder einen genauen Zeitplan benötigen. Und: Man muss es nur alle paar Wochen machen, nach Gefühl eben und abhängig von der Anzahl an Kleidungsstücken, die man hat. 

Kinderkleidung aus Wolle

Aber Wolle kratzt doch so!

Das kommt sehr auf die Verarbeitung und die Herkunft der Wolle an. Wolle-Seide ist sehr weich und glatt von der Oberfläche. Merinowolle aus warmen Gegenden ist weicher als zB die Wolle aus Deutschland und Österreich. Dafür kann man aber auch variieren, je nachdem, als welche Schicht man das Kleidungsstück trägt. Zum Beispiel kann man gut Wolle-Seide als Unterwäsche anziehen und als äußerste Schicht eine Jacke oder einen Overall aus deutscher Rhön-Wolle. Zu den verschiedenen Arten und wofür es sich eignet schreibe ich in einem anderen Beitrag nochmal mehr. Testen lässt sich das ganz gut an der Innenseite des Unterarms, ob man auf das Material eher empfindlich reagiert oder es einem angenehm erscheint.

 

Einen Fehler sollte man allerdings nicht machen: Eine Schicht aus Baumwolle einbauen. Leider haben auch viele Jacken oder Overalls ein eingenähtes Baumwolljersey-Futter. Das ist zwar weich, trocknet aber unheimlich schlecht (unser Overall brauchte Tage zum Trocknen), sodass man doch wieder Ersatz braucht und das Futter wird unheimlich schnell unumkehrbar dreckig (Flecken lassen sich nur wirklich schwer entfernen). Baumwolle saugt zwar schnell Feuchtigkeit auf, trocknet aber sehr langsam und kühlt den Körper dadurch schnell aus.

 

Die mit Baumwolle gefütterte Jacke, die unsere Zweitälteste mit im Camping-Urlaub hatte, trug sie genau einen Tag, bis sie durch Regen nass wurde und nicht wieder trocknete, bis wir Tage später in der warmen Ferienwohnung waren und sie dort trocknen konnte. Ihr war darin einfach sofort kalt. Wir kauften ihr dann eine Jacke aus Woll-Fleece vor Ort, die reichte für die frischen Tage Ende September an der See. Sie trug darunter allerdings auch mehrere andere Lagen Wolle.

Der Bedarf an Kleidungsstücken aus Wolle...

Das hängt sehr von den persönlichen Bedürfnissen ab. Die Minimallösung besteht wahrscheinlich aus zwei Pullis, zwei Shirts und zwei paar Socken pro Person. Das geht, ist aber zwischendurch etwas ungünstig, wenn die Teile gewaschen werden müssen und man gar nichts mehr zum Wechseln hat. Wenn der Kleiderschrank aber noch etwas anderes hergibt, reicht das.

 

Grundsätzlich, so finde ich, sollte sich das Repertoire an den Maßstäben eines gut kombinierbaren Kleiderschranks (Capsule Wardrobe) mit wenigen Teilen orientieren, zumindest für den Alltag. Das schont Ressourcen. Aber je nachdem, ob das Baby spuckt (man selbst möchte sich dann ja auch lieber umziehen), man viel schwitzt oder man gerne mal Abwechslung in die Garderobe bringt, braucht man eben mehr oder weniger Teile. Insgesamt braucht man aber viiiiieeeel weniger Kleidung als üblich, aus Baumwolle oder Ähnlichem.

 

Ich habe sonst für die Kinder für jeden Tag etwas Neues aus dem Schrank nehmen müssen, manchmal sogar zweimal. Heute hat jeder von ihnen nur noch 2-3 Lieblings-Outfits, mit denen sie sich wohlfühlen und die sie nach dem Lüften und ggf. ausbürsten oder Abreiben mit dem Waschlappen immer wieder anziehen.

 

Ich selbst habe 3 Pullover aus Wolle, 2 Wolle-Seide-Shirts, 1 Wollkleid, 1 Wollrock, 2 Leggings und 2 Paar Wollsocken. Man darf das eigentlich keinem erzählen, aber meinen selbst genähten Rock aus einem dichten, aber leichten Mantelstoff wasche ich so gut wie nie, abbürsten und abreiben reichen völlig aus. Und auf kalte Sitzbänke kann ich mich auch problemlos setzen, ohne an meinen Opa denken zu müssen, der mir als Kind immer nahe legte, eine Decke drunter zu legen. Das reicht mir für den gesamten Herbst und Winter. Meine Jacke aus Tuchloden ist leider nur in meinem Kopf fertig, kommt aber noch.

 

Mit Baby klappt das Ganze auch super. Unser Baby hat 2 gestrickte Latzhosen, 3 Shirts (wegen der Wollwindeln sind die Bodys schnell zu kurz, deswegen nehmen wir direkt Shirts und Latzhosen), 1 dünne Latzhose aus Flanell und einen Lodenfleece-Overall.

 

Hinzu kommen bei allen natürlich noch Schals, Mützen und Handschuhe. Fertig. 

Kinderkleidung aus Wolle

Und woher bekomme ich nun Kleidung aus Wolle und Wolle-Seide?

Firmen gibt es einige, die Bio-Wolle verarbeiten und fair herstellen. Da sind Disana, Engel, Cosilana, Living Crafts, Joha, Pure Pure by Bauer, Serendipity, und noch viele weitere und insbesondere kleine Labels für jeden Stil und viele Geldbeutel. Zudem haben einige Produktionsstätten ihren Sitz in Europa oder sogar in Deutschland. Viele verkaufen aber nicht selbst über ihre Seite, sondern nur über den Einzelhandel.

 

Zugegeben, die Preise lassen einen zunächst erstmal stutzen, besonders wenn man diejenigen der großen Ketten gewöhnt ist. Wenn man aber bedenkt, wie wenige Teile man im Vergleich zu Baumwollkleidung benötigt und dann nicht mit den Preisen der Dumping-Textilriesen vergleicht, sondern mit Herstellern von fairer, umweltfreundlicher Kleidung aus Bio-Baumwolle, sieht es schon ganz anders aus. 

 

Einiges lässt sich gut Second Hand kaufen, besonders die kleinsten Größen werden oft in sehr gutem Zustand weiter verkauft. Aber auch bei Erwachsenenkleidung kann man Glück haben. Wenn man sich bei der Herstellung nicht sicher ist, sieht man zumindest auf dem eingenähten Schildchen bei der Waschanleitung, ob nur Handwäsche oder ein normaler Maschinenwaschgang möglich ist. Bei letzterem ist die Wolle ausgerüstet, also nicht geeignet als gutes Kleidungsstück mit tollen Wolle-Eigenschaften (siehe oben). 

 

Was ich auch ganz, ganz toll finde ist das Mieten von Kleidung. Besonders in den kleinen Größen, die oft nur wenige Wochen benötigt werden, lohnt sich die Anschaffung kaum, und man umgeht, sich selbst um das Besorgen und Verkaufen bemühen zu müssen. Vermietungen gibt es immer mehr, Vorreiter ist auf jeden Fall Räubersachen, mit denen wir wirklich gute Erfahrungen gemacht haben.

 

Online-Shops mit einem guten Sortiment gibt es mittlerweile sehr viele. Wenn man weiß, wonach man sucht, wird man schnell fündig. Ich nenne hier nur ein paar, ihr findet aber bestimmt noch viel mehr:

 

Lila-Lämmchen

Hans Natur

Babybox Winzig und klein

Greenstories

Dilling Unterwäsche

Finkhof

Steinkauz

Black Sheep Knitwear

 

 

Geschäfte vor Ort(wird noch erweitert):

 

Elli und Mai (Lüneburg)

Maas Natur (Münster)

 

Kinderkleidung aus Wolle

Last but not least: Selbst stricken und nähen!

Selbermachen ist ja fast das neue Kaufen. Natürlich kann man nicht anfangen, Wolle zu bestellen, wenn man dringend ein neues Kleidungsstück benötigt. Aber vielleicht reicht ja ein fertiges Teil und eines, das man zeitgleich anfängt herzustellen. Oft lässt sich dadurch viel Geld sparen. Beim Kauf der Rohstoffe bitte auf das oben gesagte achten, denn auch hierbei ist nicht alles Gold was glänzt. Im Gegenteil, es ist besonders viel "Superwash" bei Handstrickgarn zu finden!

 

Und wenn ihr selbst nicht die Möglichkeiten habt: Fragt doch mal die liebe Nachbarin, ob sie euch helfen oder sogar für euch stricken oder nähen kann. Ihr könntet die Materialien besorgen und das Ganze mit dem Kaffeetrinken verbinden, zu dem ihr sie schon lange einladen wolltet. Oder ihr helft ihr mit etwas, das ihr gut könnt, kochen oder backen zum Beispiel. Ich bin überhaupt dafür, wieder mehr zu tauschen, sich gegenseitig auszuhelfen und dabei echte Beziehungen zu bauen. Es ist so ein schönes Gefühl, eine Aufgabe zu haben und noch eine Funktion zu erfüllen. Es kann auch nicht jeder alles und nicht alles gleich gut, und vielleicht findet ihr sogar ältere Menschen, die gerne noch etwas zu tun hätten und sich über Gesellschaft und das Stricken freuen. Und wenn ihr die Wolle und ggf. das Strickmuster besorgt, sieht es auch nicht so nach "Oma" aus... ;-)

 

Ich versuche mich gerade zum Beispiel an einer Anleitung von Knitting for Olive. Besonders auf der dänischen Seite gibt es eine Fülle an Mustern, ich übersetze mir sie dann mit Google und leite den Rest, den ich dann noch nicht verstehe, mit meinen Strickkenntnissen her. Aber eine kleine, schöne Auswahl gibt es auch auf Deutsch und einige mehr auf Englisch. Dort gibt es auch wunderschönes Garn, das ich bald mal bestellen möchte, hier im Ort gibt es nämlich so gut wie nur die "Superwash"-Wolle.

 

Der Finkhof hat wirklich tolle, wenn auch etwas kratzigere Wolle, zum Beispiel für Unempfindliche oder für die äußerste Schicht.

 

Islandwolle ist besonders warm und fettig, die habe ich aber noch nicht ausfindig gemacht. 

 

Und wenn ihr Fragen zu Stoffen zum Vernähen habt, meldet euch gerne. Das finde ich nämlich tatsächlich gar nicht so unkompliziert und folgt an anderer Stelle.

Noch Fragen? Oder Anmerkungen?

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