Einfache und gesündere Ausstechplätzchen - einfach und nachhaltig leben mit Kindern

In der Weihnachtsbäckerei...

Plätzchen werden hier oft und gerne gebacken, besonders gerne Ausstechplätzchen und egal bei welcher Außentemperatur. Seit ich zulassen kann, dass Kinder und Küche dabei komplett in Mehl und Teig gehüllt werden und ich die Kinder es auf ihre Weise machen lasse, macht es auch wirklich Spaß und artet nicht in Stress aus. Erst hinterher wird aufgeräumt, ich stehe bereit, um Unfälle zu verhindern, habe vorher die Arbeitsflächen vollständig frei geräumt und alles bereit gestellt (inkl. vorbereitetem Teig), mache mir nicht zu viele Gedanken über die Menge Teig, die ungebacken im Bauch landet und denke daran, wie meine Oma mit unendlicher Geduld mit uns damals in ihrer kleinen Küche Kekse backte. Ich liebte es.

 

Gekaufte Kekse sind für uns nämlich fast eine größere Herausforderung. Kaufen kommt für uns aus mehreren Gründen nicht in Frage. Zunächst sie sind für uns fast unbezahlbar, weil wir gleich große Mengen davon verbrauchen. Mit 3 Krümelmonstern, der vierte steht in den Startlöchern. Unglaublich, wie schnell die Kekse weg sind. Da backen wir dann lieber eine große Menge selbst, das ist deutlich günstiger.

Ganz abgesehen davon möchte ich gerne die große Menge Müll umgehen, die dabei entstehen würde, wenn wir eine Packung nach der anderen aufreißen würden. Und über die Inhaltsstoffe - selbst viele Biokekse enthalten sehr viel billiges Palmöl, das zur Rodung von Regenwaldfläche beiträgt - samt Aromen, gehärteten Fetten, billigen Zuckern etc. brauchen wir uns gar nicht unterhalten. 

Aber selbst wenn ich JETZT GLEICH SOFORT Kekse haben wollte oder meine Kinder und wir solche aus der Packung essen würden, wir hätten danach mindestens Bauchschmerzen. Wir vertragen die monatelang knusprigen Teile aus der Großindustrie einfach nicht. Zuviel Zucker und zu viele bedenkliche Inhaltsstoffe, mit denen unser Körper scheinbar mehr zu kämpfen hat als manch anderer.

 

(Dafür sind wir gesund. Mein Mann hat sich letztens komplett durchchecken lassen und alle Werte waren super. Samt Cholesterin und anderem, und wir kochen wirklich nicht fettarm.)

 

Auch wir sind noch nicht am Ende aller Weisheit angekommen. Vieles würden wir gerne nachhaltiger einkaufen, aber bisher haben wir noch keinen Weg gefunden. Wir ernähren uns nicht fettarm und verwenden tierische Produkte, allerdings mit Bedacht. Wir versuchen, dabei so regional und ökologisch wie möglich vorzugehen und verzichten auf Waren, die industriell stark verarbeitet wurden. Jeden Tag lernen wir dazu und treffen ggf. veränderte Entscheidungen, abhängig vom aktuellen Kenntnisstand.

 

Aber wir versuchen unser Bestes und sind davon überzeugt, dass viele kleine Schritte zählen, besonders von vielen, vielen Menschen.


Das Rezept...

Dieses Rezept lässt sich zügig vorbereiten, braucht keine besonderen Zutaten und selbstständige Kinder kommen damit schnell selbst zurecht. Unsere Kinder brauchten nur wenig Hilfe, eigentlich nur unser Zweieinhalbjähriger. Aufgegessen waren sie auch schnell, dafür aber ohne Bauchweh. Zu den nachhaltigen Einkaufstipps kommt ihr hier. Leider gab es von den fertigen Plätzchen kein Foto mehr, das Baby brauchte Aufmerksamkeit und dann fielen auch schon alle über die Kekse her.

 

Für ca. Plätzchen braucht ihr:

 

250g kalte Süßrahmbutter

400g Dinkelmehl (Type 630)

100g Dinkelvollkornmehl

150g Rohrzucker

30g  Vanillezucker

1/2 Teelöffel Backpulver

3 regionale Bio-Eier (Gr. M) vom Hof eures Vertrauens (aus dem großen Supermarkt würde ich wegen der vielen Skandale lieber nicht auf Bio zurückgreifen...)

 

Mehl, Zucker und Backpulver mischen. Die Butter in kleinen Stückchen zugeben und mit dem Flachrührer der Küchenmaschine oder von Hand unter die Mehlmischung arbeiten. Dabei sollte der Teig nicht zu warm werden. Nun die Eier zugeben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten. Falls er noch zu sehr klebt, mehr Vollkornmehl zugeben. Etwa eine Stunde kühl stellen. Wenn der Teig dann noch zu nass ist, noch mehr Vollkornmehl unterkneten, das ist abhängig von der Größe eurer verwendeten Eier.

 

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

 

Den Teig nochmal kurz von Hand portionsweise durchkneten und mit Hilfe von einer Mischung aus Vollkorn- und 630er-Mehl ausrollen. Ausstechen, Reste wieder Zusammenkneten und erneut ausrollen. Je nach Dicke eurer Kekse variiert die Backzeit zwischen 8-15 Minuten.

 

Lasst es euch schmecken!

 

 

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